Weingut Juliana Wieder

Die Kultur der Weinrebe läßt sich in der Geschichte Neckenmarkts bis in die Keltenzeit zurückverfolgen. Besonders zur Zeit der Römer, in der damaligen Provinz "Pannonien" nahm die Weinwirtschaft besonders großen Aufschwung. Dies dadurch, da Neckenmarkt in unmittelbarer Nähe der Römerstrasse, welche die beiden Städte Scarbantia (Ödenburg) und Carnuntum verband. Zur Zeit der Völkerwanderung ist der Weinbau stark vernachläßigt worden und größtenteils verwildert. Im Hochmittelalter wurde der Weinbau wiederentdeckt und es setzte ein gewaltiger Aufschwung ein. Im 14. Jhdt. wurden auf 250 ha Weingärten rund 70.000 Liter Wein geerntet, welcher zu 50% im Fernhandel, vorwiegend in die Länder Böhmen, Mähren und Schlesien geliefert wurde. In dieser Zeit mußten zur Bearbeitung von 2 ha Weingärten rund 8 vollwertige Arbeitskräfte ganzjährig beschäftigt werden.

Weingut Hundsdorfer
Weingut Kallinger
Weingut Ludmilla und Stefan Wieder
Weingut Lang
Weingut Wellanschitz
Weingut Draxler
 
   

Zur Zeit der Türkenkriege (16. / 17. Jhdt.) wurden die Weinbaugebiete abermals verwüstet. Erst danach erholten sich die Weinkulturen infolge intensiver Veredelungs- und Züchtungsbemühungen. In der Folge wurden erstmals in der Geschichte einzelne Sorten, wie "Allenth", "Salur" und "Olant", erwähnt, wobei der Rotwein dominierte.

Wohl von größter Bedeutung für die Geschichte des Neckenmarkter Weinbaues ist eine Eintragung im "Inventarium Vinorum" von 1639, in welchem eingetragen ist, daß in Neckenmarkt im Jahre 1637 8 1/2 Eimer (433 Liter) Ausbruch (Außpruch) geerntet wurde. Der berühmte lokajer-Ausbruch taucht in den Aufzeichnungen erst 1655 auf, dagegen wurden in Neckenmarkt bereits 18 Jahre vorher (1637) Ausbruchwein geerntet.
Der langjährige Durchschnittsertrag der gesamten Weinernte lag in der damaligen Zeit bei höchstens 2.000 Liter pro Hektar. Das ist rund ein Fünftel der heutigen Hektarerträge.

Mit Ende des 18. Jhdt. begann man mit der Züchtung von neuen Rebsorten in den Rebschulen Eisenstadt und Ödenburg.
Erst die Reblauskatastrophe am Ende des 19. Jhdt. und die dadurch bedingte Veredelung auf Reblaus-immune Unterlagsreben brachte den entgültigen Durchbruch der Weißweinsorten "Grünveltliner", "Traminer" und "Riesling" - Arten. Hingegen fand die von den genannten Rebschulen geführten Rotweinsorten "Blauer Frankentaler" (Blaufränkisch) und "Schwarzedler Burgunder" schon vor Mitte des 19. Jhdt. in Neckenmarkt Verbreitung. Seither hat sich der "Blaufränkische" zur führenden Rotweinsorte Österreichs entwickelt.
Da der Absatz der Weintrauben sowie des Weines in den Jahren 1965-1970 immer schwieriger wurde, gründeten beherzte und organisatorisch geeignete Männer unter der Führung von Bgm. Karl Heincz im Jahre 1968 die Winzergenossenschaft Neckenmarkt.

Die Qualität der Neckenmarkter Weine, allen voran die Hausmarke "Blaufränkisch - Neckenmarkter Fahnenschwinger" wird immer wieder durch großartige Erfolge bei den verschiedensten Weinmessen auf nationaler und internationaler Ebene bestätigt.

Gebietsübersicht
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